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Claire Waldoff
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Lebenslauf Claire Waldoff


Am 21.Oktober 1884 als elftes von dreizehn Kindern in Gelsenkirchen geboren.

Ihr ürsprünglicher Name: Clara Wortmann.

Sie besucht die ersten Mädchengymnasialkurse bei Helene Lange.

Eigentlich wollte sie Ärztin werden aber die finanzielle Situation ließ dies nicht zu.

Sie hatte aber schon Blut geleckt und wollte nur noch eins, zum Theater.

1903 tritt sie ihr erstes Bühnenengagement am Interims-Theater Kattowitz an.

1906 bricht sie mutig nach Berlin auf, spielt zuerst am Figaro-Theater, tritt aber bereits ein Jahr später im Kabarett auf.

Paul Schneider-Dunker holt sie ans führende Kabarett „Roland von Berlin“.

Der künstlerische Durchbruch gelingt mit dem Couplet „Mein geliebtes Schmackeduzchen“.

1910 ist sie der Star des“Linden-Cabarets“, gastiert in Hamburg und London, ihre Spezialität ist und bleibt der Berliner Gassenhauer. Sie beherrscht aber auch die ruhigen und ernsten Chansons.

1930 steht sie mit durchschnittlich 2 Schallplatten pro Monat an der Spitze der Branche.

Sie arbeitet mit den bedeutensten Komponisten der Zeit, Walter und Willi Kollo, Erich Einegg, Paul Strasser, Claus Clauberg, Friedrich Holländer, Kurt Tucholsky und vielen mehr.

Auch privat hat sie Glück, mit ihrer Lebensgefährtin Olly von Roeder bleibt sie Zeit ihres Lebens zusammen, in guten, wie auch schlechten Zeiten.

Sozial engagiert tritt sie vor Arbeitslosen auf, singt zu Gunsten hungernder Kinder und wirkt in bunten Programmen mit.

Sie erhält viele Auszeichnungen, unter anderem den Ehrenring der Stadt Berlin und den Ehrentitel „Zille-Göre“.

1935 verdrängen die politischen Verhältnisse durch die Nationalsozialisten sie nach und nach an die Peripherie, es folgt ein Film- und Funkverbot.

1943 wird nach einem Bombenangriff ihre Wohnung zerstört, sie zieht sich ins Weißbach-Häusel nach Bayrisch-Gmain, nahe der Österreichischen Grenze zurück.

1948 absolviert sie einige Gastspiele durch Süddeutschland, kann aber nicht mehr an ihren großen Erfolg herankommen.

Am 22.Januar 1957 stirbt sie an den Folgen eines zweiten Schlaganfalls.

 

Manuela Romberg, Claire Waldoff, André Thoma          Foto: Hecker-Stock